Im Handel sind verschiedene Pflanzen erhältlich, die als Futter oder Knabberpflanzen für Nager, Reptilien, Vögel und Katzen zum Einsatz. kommen. Doch ihre Herkunft und damit verbunden auch ihre Anbaubedingungen entscheiden darüber, wie bekömmlich das Grün für die Heimtiere wirklich ist.
Der Unterschied zwischen Zierpflanze und Futterpflanze
Die Pflanze, die einem Tier zum Fressen angeboten wird, muss zuerst einmal an sich für das jeweilige Tier geeignet und ungiftig sein. Darüber hinaus muss jedoch auch die Herkunft der Pflanze berücksichtig werden. Denn ein und dieselbe Pflanze kann unter Umständen als gespritzte Zierpflanze oder eben als unbehandelte Futterpflanze angeboten werden. Um sicher zu gehen, dass die Pflanzen selbst geeignet und unbehandelt sind, ist es ratsam die Pflanzen im Zoofachhandel zu kaufen. Denn dort werden in der Regel nur spezielle Futterpflanzen angeboten, wie zum Beispiel die Futterpflanzen von Gärtnerei Schulz aus Papenburg, die unter dem Namen Golli-Thek® ein tierärztlich geprüftes Sortiment anbieten.
Futterpflanzen aus der Golli-Thek® in Bioqualität
Die Pflanzen aus diesem Sortiment wurden sorgfältig für den Einsatz als Futterpflanze ausgewählt und sind tiermedizinisch geprüft. Sie werden regelmäßig im Labor untersucht. Und sie werden in Deutschland ohne den Einsatz von Spritzmitteln, wie Pestiziden, kultiviert. Das ist besonders wichtig, da diese ansonsten von den Tieren bei Verzehr mit aufgenommen würden. Deshalb werden die Pflanzen aus der Golli-Thek® mit Unterstützung von Nützlingen angebaut. Nützlinge sind kleine Insekten, die auf natürliche Art und Weise Pflanzenschädlinge, wie zum Beispiel die Blattlaus, in Schach halten.
Futterpflanzen sind anders
Futterpflanzen aus der Golli-Thek® werden allein zu dem Zweck der Verfütterung an Heimtiere angebaut. Im Gegensatz zu Zierpflanzen steht hier nicht das Aussehen der Pflanze im Vordergrund, sondern die Bekömmlichkeit für das jeweilige Tier. Bedingt durch den Verzicht von Spritzmitteln und dem Verzicht anderer, chemischer Pflanzenstärkungsmittel, kann es deshalb zu saisonalen Unterschieden in Form, Größe und Blattfarbe kommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Futterpflanze Golliwoog®, die auch als herkömmlich angebaute Zierpflanze mit dem Namen Callisia repens im Gartencenter zu finden ist. Zier- und Futterpflanze lassen sich hier ganz gut erkennen. Denn die Zierpflanze wird in der Regel mit Stauchungsmitteln zu einem besonders kompakten Wuchs „gezwungen“. Diese Mittel sind für Zierpflanzen unproblematisch. Soll die Pflanze jedoch als Futterpflanze zum Einsatz kommen, sollten auf jegliche Behandlungen mit herkömmlichen Pflanzenschutz- oder Stärkungsmitteln verzichtet werden, welche für die Tiere zu gesundheitlichen Problemen führen könnten.
Futterpflanzen werden aufwändig angebaut
Ganz wie Zuhause auf der Fensterbank, ist das natürliche Wachstum der Futterpflanzen von zahlreichen Faktoren abhängig. Dazu gehören vor allem die jeweilige Saison im Wechsel der Jahreszeiten, die enorme Unterschiede bei Temperatur, Licht, Wasserbedarf und auch etwaigem Schädlingsbefall mitbringen. Müssen die Pflanzen im Sommer bei starkem Sonneneinfall abgeschattet werden, so ist im Winter der Einsatz von zusätzlichem, speziellem Licht erforderlich, um das Gedeihen der Pflanzen auch in dieser Jahreszeit zu gewährleisten. Eine Herausforderung, die jahrelange Erfahrung benötigt, um eine ganzjährige Verfügbarkeit der Futterpflanzen zu gewährleisten.