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Zur artgerechten Haltung von Europäischen Landschildkröten zähle ich die Haltung in einem auf die Panzergröße und die Anzahl der darin lebenden Tiere angelegten Freigehege, eine jährliche Überwinterung (bereits ab dem Schlupfjahr) sowie eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Das sorgt für aktive, gesunde Tiere und glückliche Schildkrötenhalter gleichermaßen!
Schildkröte frisst Goliwoog
Die Fütterung der Tiere mit Salat, Obst und Gemüse etc. hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt – zum Wohle der Schildkröten! Heute weiß man, dass Europäische Landschildkröten rohfaserreiches Futter benötigen, frische und getrocknete Kräuter, sowie vereinzelt Blüten. Zusätzlich benötigen die Tiere eine Badeschale, die ggf. mehrfach täglich gereinigt werden muss. Sepiaschale sorgt als Kalziumquelle für einen gesunden Panzer- und Knochenbau.

Beinahe ganzjährig angebotenes Obst und Gemüse macht Europäische Landschildkröten hingegen krank. Es fördert im Darm der Tiere die übermäßige Entwicklung von Parasiten und schwächt die Schildkröten auf Dauer. Auch der sogenannte Papageienschnabel wird durch zu weiches oder sehr breiiges Futter hervorgerufen. Dies ist oftmals nur durch einen schildkrötenerfahrenen Tierarzt und zugleich mit einer Futterumstellung zu beheben. Bereits hier wird deutlich, dass der Halter mit dem Faktor Ernährung bzw. Fütterung einen großen Einfluss auf die Gesundhaltung seiner Schildkröten hat.

Schildkröte und Goliwoog

Selbstständige Nahrungsaufnahme

In den letzten Jahren ist der Gedanke einer möglichst naturnahen Haltung immer stärker in den Vordergrund getreten. Am Beispiel eines liebevoll mit Steinen, Holzstämmen, Futterpflanzen, Versteckpflanzen und einem Frühbeet oder Gewächshaus eingerichteten Freigeheges lässt sich dies anschaulich beschreiben. Aber auch bei der Ernährung von Europäischen Landschildkröten findet ein Umdenken statt. Oft genügt es den Schildkrötenfreunden nicht mehr ihre Tiere mit einer Handvoll geeigneter Pflanzen zu füttern. Das Stichwort „selbstständige Nahrungsaufnahme“ wird nun völlig neu bewertet. Dies bedeutet, dass der Halter dafür sorgt zahlreiche Futterpflanzen im Gehege einzubringen, damit sich die Tiere selbstständig daran bedienen können. Weiterhin wird dafür gesorgt, möglichst viele unterschiedliche Pflanzen anzubieten, um die Futtervielfalt zu erhöhen. Dies ist zum Beispiel möglich, in dem man verschiedene, unbedenkliche Pflanzen in das Gehege setzt. Aber auch außerhalb des Schildkrötengeheges lassen sich zahlreiche weitere Futterpflanzen im eigenen Garten anbauen, die dann zusätzlich als Nahrung zur Verfügung stehen. Alle diese Pflanzen erweitern das Futterangebot sehr stark und das auf einfache Art und Weise. Mit jeder zusätzlichen Pflanze gibt es zudem völlig unterschiedliche Zusammensetzungen der Inhaltstoffe. Auch diese Bereicherung ist nicht außer Acht zu lassen.

Golliwoog® – ein wertvolles Futter für Schildkröten

Schildkröte knabbert

Ich sehe in Golliwoog® eine hervorragend geeignete Futterpflanze, die ich schon seit Jahren empfehle und an meine Tiere verfüttere. Das Anbieten dieser Pflanze erweitert das Angebot nicht nur um eine zusätzliche Pflanze, sondern bietet zugleich auch eine, wie ich finde, völlig neue Blattstruktur. Zudem bieten die einzelnen, zarten Stiele der Futterpflanze eine ballaststoffreiche Ernährung, welches sehr wichtig für eine optimale Verdauung ist.

Über Thorsten Geier

Seit 2002 hält er Vorträge zur Schildkrötenhaltung und organisiert Schildkröten-Tagungen. Seit über 10 Jahren schreibt er Schildkröten-Bücher und tritt regelmäßig in Fernsehsendung auf. Damit möchte er einen großen Beitrag zu einer artgerechten und möglichst naturnahen Haltung von Europäischen Landschildkröten in menschlicher Obhut leisten. Weitere Infos: www.schildkroetenfreund.de

Thorsten Geier
Verleger & Buchautor